Der Jagdkommando Grundkurs

Auf dem Weg zum Elitesoldaten

Extreme Belastung und an die körperlichen und psychischen Grenzen zu gehen das erwartet den zukünftigen Soldaten des Jagdkommandos. Das Schwergewicht liegt im Bereich des Verhaltens und der Fähigkeiten des einzelnen Soldaten.

Einige Ausbildungsinhalte

Neben den nun folgenden Ausbildungsinhalten muss die körperliche Leistungsfähigkeit, die Fähigkeit zum Nahkampf und das bis dato angeeignete Wissen erhalten und weiter ausgebaut werden.

Gefechtsdienstphase:

Die Schwergewichte der Ausbildung liegen in der Einzelausbildung: richtiges Verhalten in verschiedensten Gefechtssituationen sowie Waffen- und Schießdienst. Wöchentliche Schießübungen mit Sturmgewehr und Pistole gehören genauso zur Ausbildung, wie die Leistungssteigerung auf Naturhindernisbahnen. Ausdauer, Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen sind hierbei gefordert.

Das sogenannte "Buddy-System" lehrt die Anwärter, aufeinander zu achten. Dadurch wird der Zusammenhalt gestärkt.

Vor allem Schlafentzug, hohe körperliche Anstrengungen und viele Nächte unter freiem Himmel stellen den Kursteilnehmer vor große Herausforderungen.

Technische Ausbildung:

Nicht nur optimale körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auch ein hohes technisches Verständnis wird von Spezialeinsatzkräften gefordert. Dies ist notwendig, um die technisch immer anspruchsvollere Ausrüstung handhaben und einsetzen zu können. Mensch und Technik müssen im Einklang stehen.

Spezialaufklärung:

Das Beherrschen der unterschiedlichen Methoden der Informationsgewinnung ist das Schwergewicht der gesamten Ausbildung; vor allem in schwierigem und feindbesetztem Gelände und mit und ohne technischen Hilfsmitteln. Die gewonnenen Informationen unterstützen die Entscheidungsträger. Im Jagdkommando-Grundkurs findet diese Ausbildung hauptsächlich im Freien und nicht verbauten Gebiet statt.

Soldat im Wasser mit Rucksack davor

Sprengausbildung:

Hier wird das Zusammenwirken der Teilnehmer bei der Sprengung trainiert. Ausbildungsschwerpunkte sind der Umgang mit Spreng- und Zündmitteln bzw. der Sprengladungsbau. Besonders herausfordernd sind die Sprengungen mit verschiedenen Sprengmitteln. Zusätzlich werden die militärischen Berechtigungen wie "Sprenggehilfe" und die "Truppensprengbefugnis" erlangt. Diese Ausbildung bildet die Grundlage für die zukünftigen Pionierspezialisten im Jagdkommando-Einsatzteam.

Schießen für Spezialeinsatzkräfte:

Da Jagdkommandosoldaten in kleinen Teams eingesetzt werden, muss jedes Teammitglied ein Experte im Umgang mit Waffen sein. Aufbauend auf den erlernten Fähigkeiten in der allgemeinen Jagdkommando-Grundausbildung lernen die Soldaten das professionelle Hantieren mit den unterschiedlichen Waffensystemen des Jagdkommandos. Richtiges Verhalten in verschiedenen Gefechtssituationen sowie wöchentliche Schießübungen gehören zur dieser umfangreichen Ausbildung.

Fernmeldeausbildung:

Einer der wichtigsten Aspekte in der Ausbildung ist das kommunizieren untereinander und mit anderen Kräften. Jedes Teammitglied muss mit den Funkgeräten der Spezialeinsatzkräfte vertraut sein und die Verbindung herstellen und halten können. Das beste Aufklärungsergebnis bringt nichts wenn es nicht übermittelt werden kann.

Spezielle Absetz- und Aufnahmeverfahren mit Hubschraubern:

Geschwindigkeit und Überraschung sind Grundfertigkeiten im Einsatz des Jagdkommandos. Sehr oft ist das Anlanden mit Hubschraubern gar nicht oder nur sehr kurz möglich. Deshalb wurden spezielle Verfahren wie die Schnellanlandung, "Fast Rope", "Rappelling" und "Spie Rigging" entwickelt. In diesem Ausbildungsabschnitt werden die ersten Techniken erlernt und in weiterer Folge in der Einsatzausbildung perfektioniert.